EUGCQ16 Aachen

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Am 16. April war es nun endlich soweit. Das lang ersehnte Qualifikationsturnier für den European Urban Golfcup 2016 in Amsterdam fand in Aachen statt. 78 Crossgolfer aus ganz Deutschland kämpften bei Sonne, Regen und Hagel sowie Temperaturen zwischen 8 °C und 16 °C in knapp 9 Stunden auf 20 Bahnen um die begehrten 12 Qualifikationsplätze. Die 20 Bahnen verteilten sich auf fünf Spots: das CHIO Reitgelände, den Aachener Tivoli, den Stadtgarten, die Alkuin-Schule und das Finanzamt.

Die ersten sieben Bahnen verteilten sich über das CHIO Reitgelände. Bahn 1 und Bahn 2 führten zwischen mehreren Reitställen entlang. Hier galt es, die Bälle gerade, aber dennoch weit zu spielen, da die Ställe eng beieinander standen und die Dächer im „Aus“ lagen.
Bahn 3 kam da schon etwas einfacher daher. Hier galt es, von einer Erhöhung einen Holzwagen in ca. 120 m Entfernung zu treffen. Da die Bahn einmal quer über einen sandigen Reitplatz führte, konnte man hier sein „Bunkerspiel“ deutlich intensivieren.
Bahn 4 forderte vielen Crossgolfern die maximale Schlagzahl von 8 Schlägen (bedeutete 9 Schläge auf der Scorecard) ab. Der Abschlag lag direkt vor einem Treppenaufgang zur Deutschen Bank Dressurarena. Wer den ca. 2 m breiten Aufgang überwunden und den Ball in der Arena platziert hatte, für den war schon mal ein Hindernis geschafft. Das Annähern an das in ca. 40 m Entfernung stehende Holzziel stellte kein großes Problem dar. Schwierig wurde es dann aber wieder am Ziel. Hier galt es, den Ball so auf die Holzfigur zu spielen, dass er oben liegen blieb. Was einige Crossgolfer an ihre Grenzen brachte, nur sehr wenige Spieler hatten es geschafft.
Der Abschlag der 5. Bahn lag auf dem Aufgang zur Tribüne der Deutschen Bank Arena.
Ziel war ein Reitstall, der ca. 120 m entfernt war. Hatte man das Geländer am Aufgang überwunden, war der Rest der Bahn problemlos zu spielen. Auch das „Einlochen“ durch die obere Hälfte der Tür des Stalls war keine große Herausforderung.
Zu den leichteren Bahnen gehörte definitiv die sechste. Hier musste man nur ca. 125 m geradeaus spielen und eine große Pferdestatue treffen. Aber auch da standen Büsche und Bäume teilweise im Weg.
Mit 65 m gehörte Bahn 7 zwar zu den kürzesten, war aber definitiv ein Highlight des Turniers.
Abgeschlagen wurde vom oberen Rang der CHIO Aachen Arena. Von dort spielte man den Ball in die Tiefe auf einen Vorplatz. Dort stand ein LKW, auf dessen Auflieger Rollrasen ausgelegt und ein Golfloch mit Fahne markiert war. Wer es schaffte, seinen Ball auf dem LKW zu platzieren, der musste den Ball nur noch einlochen.
Mit Bahn 8 wechselte dann auch die Location. Gespielt wurde nun im Aachener Tivoli. Hier galt es, einen Zuschauertunnel zu durchspielen (erst runter und dann wieder hoch) und ein Flanschrohr zu treffen. Hatte man den Ball erst einmal im Tunnel platziert, stand nun noch der Treppenaufgang zwischen Ball und Ziel. Hier musste hoch genug für die Treppe, aber auch flach genug wegen der Decke gespielt werden. Hier wurde die max. Schlagzahl von 8 für Einige zum Verhängnis.
Bahn 9 war ein weiteres Highlight der Runde. Hier konnte man bei der „Nearest to the Bit“ Challenge Schläge wieder wettmachen. Vom obersten Rang der Tivoli Arena galt es, seinen Ball im Mittelkreis zu platzieren. Konnte man jeden seiner 3 Bälle im Mittelkreis platzieren, wurden einem 3 Schläge auf der Scorecard abgezogen. Als weitere Motivation stellte die Firma Bitburger 1.000 Liter Freibier für denjenigen zur Verfügung, der mit einem „Hole in One“ in das am Mittelpunkt aufgestellte Bierglas treffen würde, welches leider niemand schaffte. Dafür wurde in jedem Flight um ein 5 Liter Partyfass gespielt. Wer seinen Ball am nächsten zum Bierglas positionierte, bekam das Fass.
Weiter ging es dann neben dem Tivoli. Auf Bahn 10 spielte man die Treppen hinauf auf das Parkhaus, um den Ball durch einen der zwei Lichtschächte dann wieder nach unten in das Parkhaus zu spielen. Eigentlich keine schwere Aufgabe, aber die Geländer der Lichtschächte stellten sich teilweise als größeres Hindernis heraus als gedacht. Im Parkhaus angekommen, galt es dann nur noch, einen langen Put herauszuholen, um das Ziel (eine Tür) zu treffen.
Auf Bahn 11 konnte dann wieder kurz durchgeatmet werden. Hier musste man auf einem Parkdeck ca. 70 m bis zu einem Zebrastreifen und wieder zurück spielen. Als Ziel galt es, den Ball dann in einen kleinen Gully einzulochen, so dass er darin liegen blieb.
Mit 165 m war Bahn 12 die längste Bahn. Auch hier hatte es der Abschlag in sich. Man musste vom Parkdeck über eine kleine Mauer vor das Parkhaus spielen. Wer hier aber zu hoch spielte, um die kleine Mauer zu überwinden, der machte Bekanntschaft mit der Decke, und der Ball landete nicht – wie gewünscht – vor dem Parkhaus. Wer den Abschlag geschafft hatte, der konnte den Rest der Bahn einfacher zu Ende spielen, wenn man die natürlichen Hindernisse gut umspielte.
Für die Bahnen 13 – 17 stand wieder ein Wechsel der Location an. Diesmal ging es in den Stadtgarten.
Bahn 13 und 14 waren dann wieder etwas einfacher zu spielen. Auf Bahn 13 galt es, eine ca. 70 m lange Wiese zu überwinden, an deren Ende das kleine Zebra als Ziel stand. Ein ca. 150 m langer, aber von Bäumen gesäumter Weg im Park musste auf Bahn 14 entlang gespielt werden, um am Ende einen Holzpoller zu treffen.
Aufgrund des teils starken Regens musste Bahn 15 leider gestrichen werden.
Weiter ging es also auf Bahn 16. Hier lag der Abschlag auf einer Anhöhe, von der eine Mauer und drei Hecken mit dem Abschlag überspielt werden mussten, um den Ball anschließend über eine Wiese zum Ziel zu bringen. Das zum Teil hohe Gras bereitete dem einen oder anderen Probleme. Das Ziel, drei kleine Bäume, konnte aber dafür relativ einfach durchspielt werden.
Bahn 17 war wieder eine Challenge-Bahn. Hier konnte man, wie schon auf Bahn 9, Minus-Schläge erspielen. An einem Wasserlauf der Carolus-Therme standen zwei Schalen und ein Eimer in unterschiedlichen Entfernungen. Jeder hatte drei Versuche einen seiner Bälle in einer Schale oder dem Eimer zu platzieren. Blieb der Ball im am weitesten entfernten Eimer liegen, durfte man 3 Schläge vom Score abziehen. Die Schalen brachten -1 bzw. -2 Schläge ein.
Danach ging es weiter zur Alkuin-Schule. Dort befand sich Bahn 18. Vom Eingang des Schulhofes musste der Ball ca. 70 m über den Schulhof durch einen seitlichen Durchgang gespielt werden. Ziel war eine Tischtennisplatte, aber der Durchgang war hier die knifflige Stelle. Wer dann die Platte von oben anspielte, der durfte sich einen Schlag vom Score abziehen.
Weiter ging es zur letzten Location, dem Finanzamt. Hier waren die letzten beiden Bahnen untergebracht. Bahn 19 und Bahn 20 forderten nochmals das ganze Können der Crossgolfer ab, da es neben Hecken und Autos noch eine Vielzahl andere Hindernisse gab.
Nach knapp 9 Stunden (bei einbrechender Dunkelheit) und ca. 17 Kilometer Fußmarsch war dann das ersehnte Ende erreicht.
Auf der Afterparty gab es dann aber dennoch eine Challenge, auf die viele Crossgolfer gewartet hatten. Schlägerweitwurf stand auf dem Plan. Hier ging es aber nicht darum, wie von vielen erwartet, einen Schläger möglichst weit zu werfen, sondern einen Golfschläger aus möglichst weiter Entfernung in einem Golfbag unterzubringen. Als Preis sponserte die Firma Callaway ein neues Golfbag. Nachdem sich alle einmal versucht hatten, ging der Preis verdient an einen Spieler von Crossgolf Aachen. Anschließend folgte die Siegerehrung mit der Bekanntgabe unserer 12 Nationalspieler. Sie haben sich verdient bei diesem anspruchsvollen Turnier durchgesetzt und kommen hoffentlich mit dem Pokal als Europameister aus Amsterdam zurück. Wir drücken euch die Daumen.
Die Party ging dann noch bis tief in die Nacht und alle „Crossgolf-Freunde“ konnten ausgelassen feiern.

An dieser Stelle noch einmal einen fetten Dank an das Team von Crossgolf Aachen für die Organisation des Turniers und natürlich auch an die vielen freiwilligen Helfer die bei Wind und Wetter draussen standen. Und auch einen Riesen Dank an alle Sponsoren, ohne die ein Turnier in diesem Format nicht möglich wäre.

Jungs, holt den Pokal wieder zu uns. Ihr schafft das.

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